Muskelkater nach Thaimassage: Was mit dem Körper passiert

Muskel- und Gelenkschmerzen haben sich hierzulande zu einer Volkskrankheit entwickelt. Wer mehrere Stunden sitzt und keinen Sport macht, erhöht die Gefahr, an Rücken- oder Nackenschmerzen zu leiden. Die Corona-Pandemie hat bei vielen Arbeitnehmern die eigenen vier Wände zum Büro verwandelt. Dies hat Vorteile, da der häufig lange Weg zur Arbeit wegfällt und man so beispielsweise länger schlafen kann. Allerdings nimmt auch der Bewegungsmangel zu, was zu Verspannungen im ganzen Körper führen kann.

Eine Massage kann hier sinnvoll sein und bei Betroffenen für Linderung sorgen. Doch viele Kunden klagen nach einer Massage häufig über Muskelkater und fragen sich: „Ist das normal?“. Wir klären auf und zeigen, was bei einem Muskelkater mit dem Körper passiert?

Sport und Bewegungsübungen in den Alltag integrieren

Unser Körper ist für das permanente Sitzen nicht gemacht. Daher ist darauf zu achten, Sport sowie kleinere Bewegungseinheiten wie beispielsweise Spaziergänge oder Dehnübungen in den Alltag zu integrieren. Kommen doch einmal Verspannungen auf, sind Massagen eine gute Wahl, diese wieder in den Griff zu bekommen.

Massage lindert Verspannungen durch langes Sitzen

Um eine Verspannung zu behandeln, eigenen sich besonders gut sanfte Massage-Techniken wie Aromatherapie-Massagen, Thai-Massagen oder Hot-Stone-Massagen. Diese lockern nicht nur unsere Muskeln, sondern helfen zudem dabei, den Alltagsstress zu vergessen.

Besonders interessant ist, dass durch Massagen die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung der Muskeln, der Haut und des Bindegewebes verbessert wird. Während wir massiert werden, entspannt uns dies nicht nur, sondern heilt auch unseren Körper von Innen.

Warum Muskelkater häufig nach Massagen auftritt?

Meist fühlen wir uns nach einer Massage entspannt und erholt. Doch auch viele klagen nach einer Massage über Muskelkater, der manchmal sehr stark ausgeprägt sein kann. Was wir eigentlich nur vom Sport kennen, wundert uns nach einer Massage. Doch ein Muskelkater ist kein Grund zur Panik. Denn tritt dieser nach einer Massage auf, findet hier eine normale Muskel-Reaktion statt -genauso wie nach dem Sport.

Erklären lässt sich dies dadurch, dass eine chemische Reaktion im Muskel stattfindet, bei der bestimmte Reize die Schmerzen auslösen. Grund dafür können kleine Risse im Muskelgewebe sein, welche durch den Druck auf den Muskeln nach den Massagen entstehen. Durch diese kleinen Risse kann Wasser eindringen und kleinste Ödeme werden gebildet. Die Folge sind Schwellungen der Muskelfasern, was den Muskelkater verursacht. Dieser Prozess ist eine Reaktion des Körpers auf das Massieren der Muskeln, jedoch nicht die Ursache.

Denn diese kann völlig unterschiedlich sein. Beispielsweise liegt eine Anregung des Gewebes durch den Abtransport von Schadstoffen vor. Auch kann es sein, dass der Muskel mit einer Entzündung auf das Massieren reagiert. Zudem ist es möglich, dass der Organismus versucht, die Dysbalance von Verkrampfung und Massagetechnik abzuwehren. Die Ursachen für einen Muskelkater nach einer Massage können vielfältig sein.

Da der Muskelkater je nach Grad der Muskelverpsannung und der Intensität der Massage unterschiedlich stark ausfallen kann, ist es wichtig, dass der Masseur darauf aufmerksam macht, und fragt, ob der Druck auf die Muskel angenehm ist.

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