Entschleunigung in besonderen Zeiten: Warum ein Digital Detox jetzt wichtiger ist als je zuvor

Die Corona-Pandemie zeichnet sich nicht zuletzt durch einen rasanten Anstieg des Medienkonsums in allen Alters- und Gesellschaftsschichten aus: Homeoffice, Homeschooling und die zeitweise vollständige Verlagerung aller sozialen Kontakte in die digitale Welt haben unseren Alltag und die Art und Weise, in der wir uns mitteilen, dauerhaft verändert.

Die ständige virtuelle Erreichbarkeit in der Arbeitswelt, endlose Berichterstattung über die enormen gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen von Covid19 und drohende Vereinsamung von Einzelhaushalten können unserem emotionalen Gleichgewicht auf Dauer schwer zusetzen.

Wer sich ständig online bewegt, setzt sich unweigerlich der Gefahr einer medialen Reizüberflutung aus. Die zahlreichen negativen Schlagzeilen aus aller Welt und fehlende virtuelle Rückzugsorte können unsere Auseinandersetzung mit der „neuen Normalität“ noch komplizierter gestalten. Die Zeit ist mehr als reif, dem virtuellen Hamsterrad zumindest vorübergehend zu entfliehen und sich einen Digital Detox zu gönnen.

Was genau bedeutet „Digital Detox“?

Ein Digital Detox ist im wahrsten Sinne des Wortes eine digitale Entgiftung für Körper und Seele. Sie ziehen buchstäblich den Stecker, schalten das Mobiltelefon und alle Endgeräte aus und gehen für kürzere oder auch längere Zeit offline.

Wie schwer es fällt, sich der konstanten Erreichbarkeit und dem einhergehenden Leistungsdruck sowie der oft zitierten „Fear of Missing Out“ (Angst, etwas zu verpassen) zu entziehen, fällt häufig erst beim Selbstversuch auf. Überlegen Sie einmal: Wann waren Sie das letzte Mal „weg“ und haben den Augenblick intensiv miterlebt?

Was bringt ein Digital Detox?

Der Mehrwert einer digitalen Entgiftung für Körper und Seele wurde mehrfach wissenschaftlich belegt, etwa im Rahmen der Mobile Consumer Survey, die von Deloitte in Auftrag gegeben wurde. Teilnehmer der Umfrage gaben folgende positive Entwicklungen an:

  • Verbesserter Schlafrhythmus

Ein flimmernder Monitor oder Handybildschirm zu später Stunde ist die optimale Voraussetzung für Einschlafprobleme und Schlafstörungen. Unser Gehirn braucht gezielte Entspannung und Ruhe, um nach einem langen Tag ein paar Gänge zurückzuschalten, Erlebtes zu verarbeiten und den Körper für die Nachtruhe vorzubereiten.

  • Gesteigerte Produktivität

Wer besser schläft, kann tagsüber mehr leisten. Keine Tasse Kaffee ist groß genug, um fehlenden Schlaf oder belastende Gedanken infolge abendlichen Medienkonsums zu kompensieren. Wer tagsüber leistungsfähiger ist, erreicht abgesteckte Ziele unter geringerer Anstrengung und schafft wiederum beste Bedingungen für die nächste Rund Nachtschlaf. Ein positiver Kreislauf setzt ein, der Ihre Lebensqualität ungemein und dauerhaft steigert.

  • Größere körperliche Leistungsfähigkeit

Wer viel im Internet unterwegs ist, bewegt sich weniger an der frischen Luft und erlebt die Umgebung eher passiv als verschwommenen Rahmen außerhalb des Handymonitors oder Laptops. Schalten Sie buchstäblich ab und profitieren Sie von der internetfreien Zeit, um sich sportlich zu betätigen, Yoga zu praktizieren oder einen entspannten Spaziergang zu unternehmen.

  • Erfüllende zwischenmenschliche Beziehungen

Wer ständig mit einem Auge auf den Posteingang schielt oder zum Feierabend sich durch sämtliche Social-Media-Profile scrollt, schenkt seinem Gegenüber nicht die volle Aufmerksamkeit, die er oder sie verdient. Hören Sie zu, sehen Sie Ihren Mitmenschen in die Augen und erleben Sie uneingeschränkte, störungsfreie Kommunikation.

  • Mehr Lebensfreude

Ein größeres inneres Gleichgewicht durch besseren Schlaf, gesteigerte Produktivität und bewusst gelebte soziale Kontakte wird sich unweigerlich auf Ihre persönliche Grundstimmung auswirken. Freiheit ist gleich Glück! Dies gilt auch für die Freiheit, Ihr Handy auszuschalten.

Zögern Sie nicht. Probieren Sie es aus!